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22,00 €
Der etwa 60 jährige Naîm ist Inhaber eines Copy-Shops, in dem Poster von Gefallenen („Märtyrern“) produziert werden. Als er im Jahr 2011 durch einen Blindgänger getötet wird, entsteht zwischen seinem Sohn Salmân, und seinem Neffen Nasr, eine Debatte, ob Naîm Held oder Opfer ist – eine Grundsatzdebatte, die das ganze Buch durchzieht. Später kommt es zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Bevölkerung des Lagers und der Gaza-Verwaltung, als es um die Bebauung des Hügels geht, auf dem u.a. Naîms Haus steht. Diese Zusammenstöße zeigen den Versuch der Gesellschaft, sich gegen die wachsende Machtclique zu wehren, die sich nicht scheut, auch die Religion mittels mehr oder weniger Gewalt in ihre Dienste zu nehmen. Der Roman ist ein interessantes und eindrucksvolles „Dokument“ des Palästina-„Problems“ vom besonderen Blickwinkel des Gazastreifens aus. Dieser Roman ist im Jahre 2014 erschienen. Er steht also in keinerlei unmittelbarem Zusammenhang mit den Ereignissen in Gaza und anderswo in Palästina/Israel seit Anfang Oktober 2023. Dabei werden im Rahmen einer Art Familienroman die entstehenden Strukturen gezeigt, von manchen begrüßt, von anderen ertragen, von wieder anderen bekämpft. Dabei schont der Autor wohl keine Seite: die naiven Mitläufer werden ebenso kritisiert wie die Profitler oder die Widerständler. Es wird die unerbittlich, unaufhaltsam weiterschreitende Etablierung des neuen Machtapparats gezeigt.
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20,00 €
Pressestimmen zu den Kurzgeschichten von Gerrit Wustmann „Geschichten, die einen unwiderstehlichen Sog entwickeln.“ ROCKS „Perfekte Herbstlektüre!“ MSN „Geschichten zum Gruseln und Staunen.“ WESER KURIER Eine junge Frau verirrt sich im dunklen Wald ihrer Kindheit und findet nicht mehr hinaus. Ein Handstaubsauger entpuppt sich als Schlüssel zu einer anderen Welt. Ein ermordeter Krimiautor versaut einem schlecht gelaunten Kommissar ordentlich den Tag. Ein liebender Ehemann kommt auf die dumme Idee, an einem sehr sonnigen Tag den Keller eines Spukhauses auszumisten. Ein alter Mann verliert vor dem Kühlregal im Supermarkt den Glauben an die Realität. Und für ein kleines gemütliches Stadtviertel im Norden verwandelt sich das, was als romantische Liebesgeschichte beginnt, in einen blutigen Alptraum. In diesen Storys ist die Realität hauchdünn – und manchmal wird sie instabil. Elf neue Short-Shocker und eine Novelle vom Autor von „Nichts daran ist witzig“. Gerrit Wustmann
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20,00 €
Dieses preisgekrönte Kinderbuch erzählt die Geschichte von Ghassan Al Ghurairi, der seinen Großvater ins Museum inmitten der Wüste begleitet, wo sein Großvater für seinen lebenslangen Einsatz für die Wüste geehrt wird. Auf der Zugfahrt dorthin entdeckt Ghassan eine Verschwörung: Die Kriminellen Aqrabawi und sein Freund, als ältere Frauen verkleidet, planen, die Wasserversorgung der Oase zu vergiften. Ihr Ziel ist es, die ökologische Wüstenlandschaft durch ein internationales Resort zu ersetzen und die Kontrolle über den Ort zu übernehmen. Das Buch behandelt Themen wie Kinder, Natur, Ökologie und Wasser und fällt in die Kategorie Fiktion, speziell moderne und zeitgenössische Fiktion. Maria Dadouch erhielt für dieses Buch den Sheikh Zayed Book Award Literaturpreis in der Kategorie Kinderliteratur. Übersetzt aus dem Arabischen von Albert Schlosser
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29,80 €
Mitten in einem Berliner Mietshaus in Kreuzberg schildert Najet Adouani das Leben im Exil. Sie beschreibt den Alltag ihrer Nachbarn – von der einsamen alten Schauspielerin, die sehnsüchtig auf eine Postkarte wartet, bis hin zum kranken Nachbarn, der jeden Tag auf einer Bank vor dem Haus sitzt, was einen einzigartigen Blick auf das Leben in der Großstadt bietet. Dabei fängt sie präzise und einfühlsam die Vielfalt der Menschen in ihrer Umgebung ein, von den kleinen, oft kuriosen Momenten bis zu den tragischen Aspekten des Lebens im städtischen Exil. Durchzogen von Erinnerungen an ihre tunesische Heimat, verweben sich in den Tagebüchern alltägliche Beobachtungen mit poetischen Reflexionen. Adouani beschreibt die Kontraste und die Herausforderungen des Lebens in einer armen, multikulturellen Nachbarschaft und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Kreuzberg, das von Armut, Drogensucht und Verwahrlosung geprägt ist, aber immer wieder auch von unerwarteten Momenten der Schönheit und des Staunens. Adouanis Schilderungen wecken Empathie für die oft unsichtbaren, verzweifelten, aber auch resilienten Menschen in ihrer Umgebung. Mit einer Mischung aus humorvollen, melancholischen und nachdenklichen Tönen wird der Leser eingeladen, in eine Welt einzutauchen, die von den kleinen Geschichten der Menschen geprägt ist, die das große Bild der Stadt ausmachen.
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19,80 €
Abbe, 62 Jahre alt, erfolgreicher Frankfurter Geschäftsmann und Kosmopolit, empfindet sich selbst als Deutscher. Seine iranischen Wurzeln sind verschüttet. Als ihn eines Tages ein entfernter Verwandter, soeben aus dem Iran eingetroffen, aufsucht, gerät sein Leben durcheinander. Der Besucher ist undurchschaubar, verwickelt sich in Widersprüche und stolpert von einer Notlage zur nächsten. Bald kreist Abbes Leben nur noch um die Probleme des Verwandten. Erst nach und nach erschließt sich ihm die wahre Geschichte des jungen Mannes, und er beginnt ihn und sich selbst mit anderen Augen zu sehen.
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17,00 €
Ulrike Marie Hille, manchen vielleicht eher als Lyrikerin bekannt, versammelt in ihrem neuen Buch „Der Hinfahrer und der Rückfahrer“ 9 alte und 5 neue Erzählungen, in denen sie ihrem Prinzip der poetischen Verdichtung treu bleibt. Es sind Kurzgeschichten, die im Spannungsfeld von Fiktion und Wirklichkeit Biografie, Geschichte, Zeitgeschehen und Poesie dicht miteinander verweben. Da treffen reale Erlebnisse – wie z.B. eine Taxifahrt im Regen – immer wieder auf irreale mysteriöse Phantasie- oder Traumbilder und sorgen im Sog der Magie der poetischen Sprache oft für überraschende Wendungen oder rätselhafte Schlüsse.
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20,00 €
Ein literarisches Zeugnis aus Afghanistan In seinem eindringlichen Roman „Mitternachtssammler“ erzählt Zia Qasemi die Geschichte von Musa, einem symbolträchtigen Charakter, der für die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in Afghanistan steht. Aufgewachsen im kleinen Dorf Zarsang, begegnet Musa dem Alltag mit Mut und Würde – bis sein tragischer Tod durch die Grausamkeit der Taliban alles verändert. Qasemi zeichnet ein authentisches Bild des Dorflebens, eingebettet in die kulturellen Traditionen und sozialen Strukturen Afghanistans. Der Tod Musas wird zum erschütternden Wendepunkt, der das gesamte Dorf in Trauer und Angst zurücklässt. Doch zugleich gibt es auch Spuren von Hoffnung und Widerstand. Mit poetischer Sprache und tiefem Mitgefühl verwebt Qasemi persönliche Schicksale mit historischen Realitäten – ein bewegendes Buch über Verlust, Menschlichkeit und das Überleben in dunklen Zeiten. Übersetzt aus dem Persischen von Kurt Scharf & Ali Abdollahi Mitternachtssammler_Leseprobe Roman | 1. Auflage 2025 | Softcover | 219 Seiten | 978-3-96202-152-8 | vorrätig In dem Onlinemagazin „Qantara.de“ habt ihr die Möglichkeit einen Artikel über den Autor Zia Qasemi und seinen neuen Roman „Mitternachtssammler“ zu lesen. In diesem wirft der Journalist Gerrit Wustmann (Autor von „Sterben in deinem Geweih“) nicht nur einen Blick auf die Handlung des Romans, sondern auch auf dessen politische Relevanz.